Zahlreiche Vertreter aus Organisationen, Vereinen, Hilfsverbänden waren deshalb neben Funktionsträgern am Montagabend eingeladen. Im Gespräch mit dem Rathauschef ging es unter anderem um die Innenstadtentwicklung, das Vereinsleben und das Leben in der Allgäu-Metropole.
Über einen erheblichen Mitgliederschwund bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Kempten berichtete beispielsweise Karin Liebe von der AWO. Da könne die Stadt wenig tun, schüttelte Dr. Ulrich Netzer bedauernd den Kopf. Zur Kenntnis nahm er aber ein anderes Problem: dass am Augartenweg kein Lebensmittelmarkt mehr sei.
Was Kempten für die Integration ausländischer Mitbürger in der Stadt tue, wollte Mustafa Asik von der türkisch-islamischen Gemeinde wissen. Hier werde viel getan, meinte Netzer mit Blick auf Projekte wie Soziale Stadt Sankt Mang, „Zukunft bringt’s“ und die Eingliederung in den Schulen. Besonders dort sieht der Oberbürgermeister ein breites Angebot zur Bewältigung der Sprachprobleme. Integration sei aber eine Straße mit zwei Richtungen, man müsse von beiden Seiten aufeinander zugehen.
Dass sie aber funktioniere – dafür sei Thingers ein Beispiel. Nach jahrelangen Problemen sei es hier gelungen, die Bewohner zusammenzuführen.
„Kempten ist schön“ – dieses Kompliment machten der Stadt und den Stadtverantwortlichen die beiden Allgäuer Krimiautoren Volker Klüpfel und Michael Kobr sozusagen als Kulturbotschafter auch für Kempten. Beide halten sich oft in der Stadt auf (Kobr, der in Memmingen lebt: „Ich komme mehrmals die Woche“), beide loben die Entwicklung Kemptens.
Da, so Netzer, habe sich beispielsweise die Konsequenz beim Innenstadtkonzept gelohnt und zu einem „sehr erfolgreichen Prozess“ geführt – wie man an der nördlichen Bahnhofstraße mit den Sanierungskonzepten sehe.