Moderator Thomas Bernhard entführte die Besucher im fast ausverkauften Saal der Sommerau in Amerikas Traumfabrik. Und wie in Hollywood üblich, geht es um «großkotzige Augenwischerei», so Büttenredner Bruno Brack. «Gletscherwelt, das ist doch reiner Wahn, welche Farbe hat denn die Gondelbahn?», fragte er ins Publikum und erntete lautstarkes Lachen über einen Werbeprospekt, der Buchenberg mit Gletschern in Verbindung bringt.
«Skandal ums Windrad»
Ihre Gletscherbrillen zogen auch die Spottdrosseln raus, als sie sich beim «Skifoarn» auf das imposante Schneegebirge gefreut hatten. Doch Pech gehabt: «Die Pisten sind ja so kurz wie ein Furz.» In ihrem Lied «Skandal ums Windrad» nahm die Truppe um Ernst Wegmann auch beim Thema Windrad kein Blatt vor den Mund. Aufgelockert wurde das vierstündige Programm durch die Kinder-Jazzgruppe und den Gesangsverein Buchenberg, der mit dem Hit aus Lion-King in den Urwald entführte. Die Nachwuchstänzer «Seysoxx» rissen das Publikum mit. Für ein Highlight sorgten die «Mini»-Blues Brothers mit ihrer coolen Performance.
Lachanfälle ausgelöst
Wer wird das Buchenberger Supertalent? Dieser Frage gingen die Fußballer alias Dieter Bohlen, Andrea Beck als ehemalige Hotelbesitzerin und der Promi-Landwirt Reinhold Merz nach. Nominiert waren Bürgermeister Barth samt seinem Schulhausmeister «Bobbe», Gletscherlift-Betreiber Bertl Schön und der bekannte Malermeister und «Wege-Markierer» Bruno Brack. Für Lachanfälle sorgten die selbstgedrehten Videoclips, allen voran die Markierungsarbeiten durch Buchenberg.
Wie jedes Jahr regten sich auch diesmal wieder die Grantler (Schorsch Wehr und Michael Petuker) auf. In Sachen Dorfplatzgestaltungspläne richteten sie einen Vorschlag an Bürgermeister Barth, der im Publikum saß. «Am besten wäre eine Tiefgarage, die direkt auf die Loipe führt, weil die Langläufer ja nicht mal fünf Meter weiter weg parken wollen. Kaum haben sie aber die Ski an, laufen sie locker 20 Kilometer.»
Nicht übers Laufen, sondern übers «Saufen» diskutierten die beiden fast verdursteten Hannes und der Bürgermeister (Matthäus Keck, Reinhard Spöttle) im Hinblick auf das «Kneipensterben» in Buchenberg. Deshalb servierte Thomas Bernhard den beiden spontan ein Bier.
Keine Kosten und Mühen hat Buchenberg gescheut und für die Oscarverleihung heiße Can-Can-Tänzerinnen aus Frankreich eingeflogen. Als sexy Damen verkleidet amüsierten die AHler das Publikum, das jubelnd eine Zugabe forderte. Diese ausgelassene Stimmung nutzte der KGB (Klaus Barth), und schmetterte einen pikanten Witz nach dem anderen. Ein echter Hollywood-Star gab sich dann zum Schluss die Ehre - Michael Jackson (Walter Gögler) legte mit seinen Tänzerinnen eine fulminante und aufwendig inszenierte Show aufs Parkett. (scs)
Zur Info: Für das Buchenberger Faschingsroulette gibt es im Landhotel «Sommerau» noch Restkarten für die Vorstellungen am Samstag, 13. und Sonntag, 14. Februar, jeweils um 19.30 Uhr.