Carolin Reiber war gekommen, um diese Filmstreifen mit den Aussagen von etlichen Originalen und Persönlichkeiten der Marktgemeinde Buchenberg zu ergänzen. Leute wie Hanna Kolb, Vierte der Langlauf-Juniorenweltmeisterschaft, standen im Scheinwerferlicht. Besonders viel Beifall erhielt aber der 81-jährige Max Schad, der für „halb Kreuzthal“ die Sensen dengelt und mit Spezl Helmut Hiemer (Harmonika) die Amboßpolka auf das Sensenblatt klopfte. All das und viel mehr zeigt die nächste Bayerntour-Sendung im Bayerischen Fernsehen am Mittwoch, 12. März, 20.15 Uhr.
Nach eineinhalb Stunden Dreharbeiten mit fünf Kameras und viel „Kabelsalat“ (Die 180 Zuschauer fanden es eher sympathisch, dass auch so manche Szene wiederholt werden musste) eilte Bürgermeister Toni Barth mit einem prächtigen Blumenstrauß aufs Parkett - natürlich war der als Dankeschön für die charmante Carolin gedacht. Hatte die 67-Jährige doch stets das Temperament einer 30-Jährigen an den Tag gelegt. Doch noch jemand wurde von Barth schier „abgebusselt“: Redakteurin Ruth Petscharnig, so verriet Carolin zum Schluss, hatte Buchenberg für die Bayerntour ausgesucht. Wie sie gerade auf diese Allgäuer Gemeinde gekommen ist?
Für Petscharnig „ganz einfach“: Buchenberg sei wirklich die „Sonnenterrasse des Allgäus“ und biete viele Besonderheiten, wozu auch der Saal in der „Sommerau“ gehöre.
Die Glasmacher in Kreuzthal
Und dort erfuhren die Zuhörer auch „Highlights“ aus der Gemeinde-Geschichte. Beispielsweise, dass die Glasmacher, weil es genug Holz und Quarz gab, im 17. Jahrhundert nach Kreuzthal kamen. Dadurch sicherten sie sich durch die Herstellung von Gebrauchsglas (Fenster, Flaschen) 200 Jahre lang ein beachtliches Einkommen. Im nahen Schmidsfelden knüpft Stefan Michaelis an das Gewesene an - freilich gilt sein Augenmerk dem Glas-Kunsthandwerk. Ein besonderer „Mächler“ des Allgäus ist auch Richard Brutscher, der die Mini-Ausgabe des Alphorns, nämlich das Büchelhorn, selbst in mehreren Variationen herstellt. In Brutschers Werkstatt, aber auch an vielen andern Stellen der Gemeinde zeigte sich Reiber mit ihrem Team beeindruckt. Der „herrliche Duft des Allgäus“, so schmunzelte Carolin, werde die Autos der Fernsehleute auf der ganzen Heimfahrt begleiten.
Denn Barth tat das, was sich für einen Allgäuer Bürgermeister gehört: heimischen Käse verschenken -„für die ansonsten kostenlose Werbung“, so der Rathauschef.
Das Bayerische Fernsehen zeigt die „Bayerntour“ aus Buchenberg am kommenden Mittwoch, 12. März, 20.15 Uhr.
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