Durch unterschiedliche Methoden sollten Jugendliche lernen, mit Geld kompetenter umzugehen und über die Risiken von Verschuldung informiert werden. Profitiert haben davon Besucher des Jugendzentrums Sankt Mang und Schüler der Robert-Schuman-Mittelschule. Zudem fand eine Multiplikatorenschulung in Kooperation mit Susanne Greiner der Schuldnerberatungsstelle der Diakonie Kempten statt.
Ziel war es, dass die Jugendliche die eigene Lebensperspektive reflektierten, von finanziellen Bereichen erfuhren und Hilfsangebote kennenlernten. Dabei stand die Förderung einer selbstständigen und verantwortlichen Finanzplanung im Mittelpunkt.
Blick in die Zukunft
Damit das Thema bei Jugendlichen auch gut ankam, hatte Dagmar Geismayr verschiedene Methoden vorbereitet: Es wurden zum Beispiel Collagen zum Thema „Mein Leben in 15 Jahren“ angefertigt und darüber diskutiert. Betont wurde dabei, dass sich der schulische Einsatz fördernd oder hemmend für die eigenen Ziele auswirken kann.
Zum Thema Handy recherchierten die Jugendlichen online und sammelten viele Informationen. Um den eigenen Umgang ging es ebenso wie um den Nutzen von zahlreichen Handyfunktionen. Informiert wurde während des Projekts auch über Gefahren und Fallen des Internets: Kostenfallen wie Aboverträge, Abzockangebote und Käufe im Rahmen des Taschengeldparagraphen standen dabei im Mittelpunkt.
Schulden und Kredite
Eine andere Methode war das Spiel „Kreditpoly“: Die Jugendlichen setzten sich über mehrere Spielrunden mit Schulden und Krediten auseinander. Den Spielern wurden dabei Situationen aus dem Alltag präsentiert, wobei sie mit mehr oder weniger sinnvollen Konsumentscheidungen, die teilweise lustig aufbereitet waren, konfrontiert wurden.
Beim Online-Quiz „Handy-Andy“ ging es um fixe und feste Kosten informiert. Die fiktive Figur „Andy“ bestritt dabei seinen Lebensunterhalt. Beim Quiz mussten die Jugendlichen zum Beispiel die Höhe von Miet- und Stromkosten einer Zwei-Zimmer-Wohnung einschätzen.
Voran gingen im Jugendzentrum offene Talkrunden mit Schuldnerberater Streit von der Diakonie Kempten. Die Jugendlichen konnten Fragen zum Thema Geld und Verschuldung loswerden und das Hilfsangebot der Schuldnerberatung kennen lernen.
Für ein „Anti-Langeweile-Glücksrad“ wurden unterschiedlichste Ideen zu kostenlosen oder preisgünstigen Freizeitangeboten mit den Jugendlichen gesammelt. Es befindet sich nun im Jugendzentrum Sankt Mang und dient dazu, sich bei Langeweile für die eigene Freizeitgestaltung inspirieren zu lassen.