Wenn er wissen wolle, wie gerade die Sicht von einem Berg ist, schaue er ins Internet, sagte etwa Laubens Bürgermeister Berthold Ziegler. Denn da gibt es mittlerweile eine Vielzahl von „Webcams“, die Bilder ins weltweite Datennetz übertragen.
Den Zuschuss für Panoramakameras zahlt der Landkreis seit 2003 – damals waren spezielle Kameras, die Bilder ins Internet übertragen, noch vergleichsweise selten und teuer. Ebenso war das Internet längst nicht so verbreitet wie heutzutage.
Andererseits: Auch heute gibt es Menschen ohne Internet-Zugang, die nur übers Fernsehen werbewirksame Bilder aus Skigebieten sehen können. Der Landkreis übernahm dafür laut Birgit Wegner vom Landratsamt 25 Prozent der Betriebskosten, hat seinen Zuschuss aber auf 25 000 Euro gedeckelt.
Wie es 2013 weitergeht, ist zu prüfen.
Unterm Strich will der Landkreis laut Haushaltsentwurf im Bereich Wirtschaftsförderung über 1,6 Millionen Euro ausgeben. Ein großer Teil dient dem Tourismus, und zwar der Allgäu-Walser-Card.
Daneben fließen Steuergelder in die Unterstützung von Projekten: 30 000 Euro sind etwa für die Tour de Ski eingeplant, 45 000 für den Ski-Weltcup Ofterschwang, je 10 000 Euro für Deutschen Wandertag und Allgäuer Radrunde. Enthalten sind auch 50 000 Euro Investitionszuschüsse für die Feuerwehren.
In der Oberallgäu Tourismus Service GmbH hatte der Kreis ja auch viele Partner aus der Privatwirtschaft mit ins Boot geholt. Nun ist angedacht, dass Landkreis und Kleinwalsertal die privaten Gesellschafteranteile (100 000 Euro) übernehmen.
Entscheiden tut das freilich die Gesellschafterversammlung. Die Privatwirtschaft solle aus förderrechtlichen Gründen als Gesellschafter aussteigen, erklärte Wegner. Ganz verzichten will der Kreis auf privatwirtschaftliches Wissen nicht. Die Gesellschafter ließen sich inhaltlich aber auch über einen Fachbeirat einbinden.