Der Grundstückseigentümer kritisierte, dass Abstandsflächen nicht eingehalten würden, Gebäude zu hoch ausfielen und der städtische Weg zwischen August-Fischer-Platz und Kotterner Straße künftig über sein Eigentum geführt werden soll. Auch das Baufenster für einen möglichen Gebäudekomplex entlang der Kotterner Straße, wo jetzt die Imbissbuden stehen, rage auf das Grundstück hinein, bemängelte der hinzugezogene Anwalt.
Die Kritik konnte Stadtrat Helmut Hitscherich (UB/ÖDP) in gewissem Maß nachvollziehen: «Warum redet man nicht mit dem Eigentümer», wollte er wissen, «warum muss man den praktisch enteignen?»
Mögliche Verbesserungen zeigen
«Ein Bebauungsplan soll auch zeigen, was städtebaulich möglich wäre», entgegnete Baureferentin Monika Beltinger. Schlecht wäre ihrer Ansicht nach, sich nur auf die Realisierung des Raiba-Gebäudes zu konzentrieren, ohne andere Verbesserungen anzuregen. Gesprochen worden sei mit dem Grundstückseigentümer: Er war laut Beltinger Teilnehmer des Workshops, bei dem die Grundlagen für den Bebauungsplan erarbeitet wurden.
Von einer Enteignung könne in dem Fall keine Rede sein. Das öffentliche Interesse einer städtebaulichen Aufwertung des gesamten Bereichs entlang der Kotterner Straße sei höher zu bewerten, als die verminderte Bebaubarkeit des Grundstücks, sagte Beltinger gegenüber der AZ.
Maximal 17 Meter
Was die Abstandsflächen angeht, bezog sich Beltinger auf Regelungen in Kerngebieten, wonach die im Plan zugrunde gelegten Werte zulässig seien. Bei den Gebäudehöhen wurde die Traufhöhe zum August-Fischer-Platz hin auf maximal 17 Meter festgesetzt.
Der Stadtrat schloss sich den Argumenten der Baureferentin - wie zuvor bereits der Bauausschuss - einstimmig an. Die Planung ist derzeit noch einmal für zwei Wochen ausgelegt. (se)