Auch für Ludwig Frick (SPD) ist es „ein unterträglicher Zustand, dass Kustgegenstände in den Depots verschimmeln“. Damit spielte er auf schlecht klimatisierte Räume im Sanitätszentrum an, die die Museumsverwaltung angemietet hatte. Mittlerweile wurden diese allerdings geräumt.
„Und geschimmelt hat noch nichts“, beruhigt die Leiterin der Kemptener Museen, Ursula Winkler. Die historischen Schätze hätten keinen nennenswerten Schaden genommen.
Kulturreferent Dr. Richard Schießl bezeichnete die derzeitige Situation freilich als „immer noch unbefriedigend und verstreut“. Eine Patentlösung sei indes nicht in Sicht. Immerhin spreche man über Flächen mit rund 3000 Quadratmetern. Und zurzeit sei man „sehr günstig unterwegs“.
„Wenn wir überlegen, wie wir die Sachen lagern, müssen wir auch überlegen, was wir lagern“, brachte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer einen weiteren Aspekt ins Gespräch: „Ich denke nur an die Skisammlung – brauchen wir hunderte Skier oder reichen die ganz besonderen Exemplare?“
Das Kulturamt wird das Thema in der nächsten Zeit intensiv beleuchten und nach Alternativen suchen. Ziel ist die Erweiterung der verfügbaren Flächen möglichst an einem zentalen Ort.