Wie Verwaltungsmitarbeiter Christian Bader erläuterte, kennzeichnen kräftige Einbrüche bei den Steuereinnahmen den Verwaltungshaushalt in Höhe von 4,47 Millionen Euro. So fließen nur noch 450000 Euro Gewerbesteuer in die Gemeindekasse. Das sind 650000 Euro (60 Prozent) weniger als im Vorjahr. Der Einkommensteueranteil sinkt um 240000 auf 1,36 Millionen Euro.
Hohe Steuerkraft
Auf der anderen Seite nimmt Haldenwang hinsichtlich der Pro-Kopf-Steuerkraft (932 Euro) die Spitzenposition im Landkreis ein. Dies hat zur Folge, dass die Gemeinde bei den Schlüsselzuweisungen wiederum leer ausgeht. Gleichzeitig steigt die Kreisumlage um 157000 auf 1,72 Millionen Euro.
Auf der Ausgabenseite ist auch ein Anstieg der Personalkosten um 63500 auf 1,49 Millionen Euro zu verkraften. Gründe dafür sind Tarifsteigerungen und das Personal für die Mittagsbetreuung in der Schule. Wie Kämmerer Georg Hartmann erläuterte, liegt der Vermögenshaushalt mit 3,87 Millionen um rund die Hälfte über den Ansätzen des Vorjahres.
Pro-Kopf-Verschuldung steigt
Hauptgrund ist das Baugebiet Börwang-Mühlenweide. Für die derzeit laufende Erschließung sind 1,24 Millionen Euro veranschlagt. Aus der Veräußerung der Baugrundstücke werden 2,19 Millionen Euro erwartet. Hinzu kämen weitere Einnahmen aus Grundstücksverkäufen. «Sie tragen im Wesentlichen dazu bei, die schwierige finanzielle Situation 2010 zu bewältigen», meinte Hartmann. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt um 99 auf 168 Euro. Trotz der Erhöhung stehe Haldenwang landkreisweit in drittbester Position, so Klotz. (cis)