Die Mindesterreichbarkeit und die vorgesehene Stärke der Einsatzkräfte seien an Werktagen während der normalen Arbeitszeiten nicht mehr gesichert, hätten die Experten festgestellt. Arbeitgeber seien immer weniger bereit, ihre Beschäftigten aus den laufenden Prozessen in den Betrieben freizustellen.
33 Planstellen
«Die Leute waren zum Teil zu spät am Einsatzort oder nicht in ausreichender Anzahl», erläuterte Michna. Das hat die Regierung auf den Plan gerufen, die eine ständig besetzte Wache forderte. Vorzuhalten sei eine Berufsfeuerwehr in Zugstärke. «Das wären 33 Planstellen, mit Personalkosten von rund 1,2 Millionen Euro», rechnete Michna vor.
Daraufhin habe man nach einer wirtschaftlicheren Lösung gesucht. Künftig soll zwischen 6 und 18 Uhr eine berufsmäßige Bereitschaft gestellt werden - abends und nachts verlasse man sich weiter auf die Ehrenamtlichen. Damit reduzierten sich die Kosten auf 550000 Euro.
Weitere Details zu diesem «Kemptener Maßanzug» (Bürgermeister Josef Mayr) sollen in der heutigen Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses (ab 16 Uhr im Rathaus) besprochen werden.