Seine Premiere im Illerstadion gibt der neue Mann beim Heimspiel am heutigen Samstag gegen den Tabellendritten TSV Ottobeuren (15.30 Uhr). «Ich werde meine Linie konsequent durchziehen und der Mannschaft neues Selbstvertrauen geben. Sie ist besser als ihr Ruf», sagte Zimmerling gestern im Interview mit unserer Zeitung.
Bei seinem Debüt baut er jedoch auch auf Verstärkung: Vier neue Spieler sollen auflaufen. Namen wollte er aus taktischen Gründen nicht verraten. Nur soviel: «Sie sind im Kemptener Fußball keine Unbekannten.» Wie unsere Zeitung erfuhr, soll Mittelfeldspieler Daniel Kögel (29) darunter sein.
Am Dienstag hat Zimmerling erstmals das Training geleitet. Der Kontakt zum FC Kempten ergab sich über seinen früheren Schulfreund Rene Stache (42), der in Kempten lebt. Da Zimmerling nach seinem Aus als Trainer beim Oberligisten FSV Zwickau ohne Verein war, lotste ihn Stache an die Iller. Nach dem ersten Training war das Vorstandsteam um Klub-Chef Michael Eß (31) angetan: «Wir glauben, dass der neue Mann hier langfristig etwas bewirken kann, und hoffen, dass sich dieser Eindruck in den nächsten Wochen bestätigt», so Eß. Vorerst wurde eine Zusammenarbeit bis zum Ende der Hinrunde am 30. November vereinbart. An der Seite von Zimmerling wird künftig Rene Stache als sportlicher Leiter die Strippen ziehen. Ein Co-Trainer für die zweite Mannschaft, die in der Kreisliga auf dem letzten Platz steht, wurde noch nicht gefunden. Eß und Zimmerling hoffen, dass Benjamin Schwaiger diese Aufgabe übernimmt. Der jedoch hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass er von allen Ämtern zurücktritt - und ist seither nicht mehr erreichbar.
Der neue Trainer will sich ausschließlich auf die erste Mannschaft konzentrieren. Er will Freude und Spaß vermitteln - ohne sich auf der Nase herumtanzen zu lassen. «Ich will einen gesunden Mittelweg finden. Spieler und Trainer müssen auf einer Wellenlänge sein. Aber es müssen klare Regeln herrschen», betont der frühere Profi, der in Kempten eine Wohnung sucht.
Sein sportliches Ziel ist klar: «Ich will so schnell wie möglich einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen», sagt Zimmerling, der am Montag 43 Jahre alt wird.