Die Umbenennung in «Parkhaus am Kunsthaus» wurde im Gremium allgemein begrüßt. «Mir gefällt der Ansatz sehr gut, einen Bezug zum Kunsthaus zu stellen», so Wolfgang Hawel (Grüne). Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) betonte, dass der modifizierte Name des Parkhauses künftig in Navigationsdiensten auftauchen werde - was dem Nutzer eine zusätzlich Information zu Kaufbeuren an die Hand gebe. Einig war sich das Gremium auch, dass auf pragmatische Weise eine Umgestaltung der Fassade des Parkhauses in Erwägung gezogen werden soll. Darüber sollten sich Mitarbeiter der Kunst- und Projektförderung Kaufbeuren sowie des Kunsthauses Gedanken machen, die das Ganze dann entsprechend vorstellen könnten.
Die neue Zufahrt hingegen wurde kontrovers diskutiert. Stadtplaner Manfred Pfefferle verwies darauf, dass es vor Jahren schon einmal das Ansinnen gab, das Parkhaus von der Neugablonzer Straße aus anzufahren. Im nördlichen Bereich des Gebäudes müsste dann eine entsprechende Zufahrt geschaffen werden. Die Ausfahrt wiederum solle ausschließlich über die Alte Weberei erfolgen. Als problematisch wird die Platzsituation in der Neugablonzer Straße gesehen.
Für Autofahrer, die aus Richtung Spittelmühlkreuzung kommen, müsste eine Linksabbiegerspur geschaffen werden. Dafür sei aber die Trasse insgesamt eigentlich nicht breit genug. Das zumindest ergab eine Verkehrssimulation der Firma Siemens, die damals in Auftrag gegeben wurde - weshalb die Stadt damals wieder Abstand von dem Vorhaben genommen hatte.
«Dann wird es eng»
Das Problem besteht letztlich immer noch, so Johannes Espermüller (FDP). Verschärft werde die Situation dadurch, dass sich die Kaufbeurer Feuerwehr gegenüber dem Parkhaus und der dann zu schaffenden Zufahrt befindet. «Dann kann es eng werden, vor allem wenn viel Verkehr mit Staus herrscht», so Espermüller, der selbst in der Feuerwehr aktiv ist. OB Bosse entgegnete, dass die Feuerwehr durchaus in der Lage sei, sich mittels Sirene entsprechend einen Weg zu bahnen.
Gerhard Limmer (CSU) regte an, dass das Parkhaus vielleicht nur von Norden, also aus Richtung des Jakob-Brucker-Gymnasiums, angefahren werden könnte. Das mache aber keinen Sinn, so Baureferent Ralf Baur. Schließlich gehe es auch darum, Verkehrsteilnehmer aus München oder Augsburg in das Parkhaus zu bekommen - und diese kämen in der Regel über die Spittelmühlkreuzung in die Stadt. Der Bauausschuss beauftragte die Verwaltung (nur Espermüller stimmte dagegen), die Situation in der Neugablonzer Straße noch einmal zu untersuchen und den genauen Platzbedarf auf der Trasse mit Barken zu markieren.