Das Thema Familienförderung hat sich die Gemeinde schon vor zwei Jahren auf die Agenda geschrieben, betonte Bürgermeister Armin Holderried. Mauerstetten wolle es dabei aber nicht beim Einheimischenmodell belassen, sondern weitere Möglichkeiten ausloten.
Als Beispiele führte das Gemeindeoberhaupt unter anderem ein kostenfreies letztes Kindergartenjahr, erweiterte Betreuungsangebote für Kinder, die Übernahme von Mitgliedsbeiträgen für Vereine oder einen Familienzuschuss an.
Mit Letzterem konnte sich nicht nur Johanna Harder am besten anfreunden: „Das ist am gerechtesten“. Auch Christian Plötz gefiel die Idee.
Um den Verwaltungsaufwand möglichst gering zu halten, schlug er einen festen Betrag pro Kind vor, der für alle Buben und Mädchen bis zum zehnten Lebensjahr gezahlt wird. Denn bis zu diesem Alter nutzten die Kleinen die Angebote in Mauerstetten wie Kindergarten und Grundschule, stimmte unter anderem Peter Niederthanner dem Vorschlag zu.
Die Gemeinde würde das bei einer monatlichen Förderung von 25 Euro rund 100 000 Euro im Jahr kosten, rechnete der Bürgermeister vor.
Geklärt werden müsste noch, ob der Zuschuss Auswirkungen auf die Steuer beziehungsweise auf die Leistungen von Hartz IV-Empfängern hätte.
Auch Detailfragen wie einen möglichen Stopp der Förderung bei einem finanziellen Engpass der Gemeinde wurden auf einen späteren Zeitpunkt vertagt, um weitere Vorschläge zu sammeln. So brachte Wilhelm Reiß die Idee ein, statt die Kinder selbst, die Einrichtungen wie Schule, Kindergarten, Sportstätten und Bücherei zu fördern. Denn dies käme allen im Dorf zugute.
Eine Förderung für ehrenamtlich Tätige, wie sie Werner Höbel ins Feld führte, fanden die meisten Räte ebenfalls sinnvoll, wenn auch die konkrete Umsetzung vielen schwierig erschien. Allerdings, meinte nicht nur Martina Burg, sollte dieser Punkt eigens beraten werden, da er mit der Familienförderung an sich nichts zu tun habe.