Kaufbeuren (AZ) | 22.06.2009 17:29 Uhr
Das Angebot wird immer größer
Feier I - Pflege- und Adoptivfamiliendienst des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes besteht seit 20 Jahren
Im Kreis von Pflege- und Adoptiveltern und Kolleginnen der kooperierenden Jugendämter feierte der Pflege- und Adoptivfamiliendienst des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes Kaufbeuren (EJV) sein 20-jähriges Bestehen. Martin Sirch, Sozialpädagoge und Koordinator dieses Dienstes in der Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg, schilderte die Entwicklung der Beratungs- und Unterstützungsangebote des EJV für Pflegefamilien, Adoptivfamilien und auch für Herkunftseltern von den Anfängen bis heute: «Erstmals im Juni 1989 kamen auf gemeinsame Einladung des Jugendamtes Ostallgäu und des EJV Pflegeeltern zusammen, um sich über die besonderen Anforderungen, die das Erziehen eines Pflege- und Adoptivkindes stellt, auszutauschen und weiterzubilden.» Seither findet der Pflege- und Adoptivfamilien-Treff regelmäßig einmal monatlich unter der Leitung von Martin Sirch statt. Erstmals 1992, und seit 1998 regelmäßig einmal jährlich, werden in einem zweitägigen Seminar Eltern, die sich für die Aufnahme eines Pflegekindes interessieren, auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet.
Von Sirch angeregt bildete sich 1998 der Verbund der Pflegekinderdienste der Jugendämter Kaufbeuren, Ostallgäu, Memmingen und Unterallgäu, mit dem Ziel, ein gemeinsames Fortbildungsprogramm für die Pflegeeltern in der Region anzubieten. Dieses Erfolgsmodell der Zusammenarbeit der vier Jugendämter mit dem EJV Kaufbeuren wurde Schritt für Schritt erweitert, so dass zwischenzeitlich vom EJV Kaufbeuren jährlich elf Seminartage angeboten werden - zu Themen etwa wie Pubertät, Besuchskontakte zu den leiblichen Eltern oder traumatische Erfahrungen des Pflegekindes.
Als weiteren Baustein im Unterstützungsangebot berät und begleitet der Pflege- und Adoptivfamiliendienst Pflegeverhältnisse, zum Beispiel durch Beratung der Pflegeeltern, durch intensive Vermittlung zwischen den Pflegeeltern und den leiblichen Eltern oder durch Biografiearbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Für die Pflegeeltern sprach Josef Büchele an die Adresse von Sirch: «Was Sie all die Jahre für die Pflegekinder und deren Familien geleistet haben, ist weit mehr, als was normalerweise erwartet werden kann.» Zum Dank überreichte er Sirch eine selbst geschnitzte Skulptur.
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