Berühmter JoJo-Effekt
Die Ernährungsfachkraft aus Kaufbeuren hält nichts von Crash-Diäten - denn die führten in der Regel nur zum berühmten JoJo-Effekt: «Der Körper bekommt auf einmal weniger Energie zugeführt und fährt daraufhin seinen Stoffwechsel vom vierten in den ersten Gang herunter.» Die Folge: Er gewöhne sich schnell daran und lerne, mit der Energie auszukommen. Sobald man wieder mehr isst, ziehe der Körper nicht so schnell mit: Er packe die zusätzlichen Kalorien in seine Fettreserven und man nimmt wieder zu.
Hasel: «Crash-Diäten führen langfristig in eine Sackgasse.» Je öfter man eine solche Diät macht, desto schwerer tue sich der Körper, langfristig abzunehmen. Wer wirklich schlanker werden will, muss Hasel zufolge auf Dauer seine Ernährung umstellen und sich mehr bewegen.
Das heißt konkret: «Mindestens zwei bis drei Mal pro Woche jeweils zwischen 45 Minuten und einer Stunde Sport treiben, um den Kalorienverbrauch und die Fettverbrennung anzukurbeln», weiß die Ernährungs-Expertin. Am effektivsten sei Ausdauersport, wie beispielsweise Jogging, Nordic Walking, Radfahren, Langlaufen oder Schwimmen. Das Wichtigste: Den Sport regelmäßig und kontinuierlich betreiben. Sonst purzelten nämlich keine Pfunde. Reichliches Trinken unterstützt übrigens das Abnehmen: Laut Hasel soll man täglich mindestens zwei bis drei Liter trinken, «aber auch hier unbedingt auf die Kalorien achten, sprich die Getränke sollen zuckerfrei sein».
Was das Essen angeht, empfiehlt die Beraterin natürlich wenig Fett - «wer abnehmen will, tut sich leichter, wenn er abends zudem Kohlehydrate weglässt». Soll heißen: Am Abend besser mehr Eiweiß, wie mageres Fleisch, Fisch oder fettarme Milchprodukte sowie Gemüse statt Brot und Nudeln essen.
Hauptsache, der Magen ist voll
Und was gibt es für neue Trends in Sachen Ernährung? «Wir setzen immer mehr auf voluminöse Lebensmittel, die einen schneller satt machen», erklärt Hasel. Denn: Die Sättigung hänge von der Essensmenge ab. Wie viele Kalorien wir in uns hineinstopfen, interessiere den Magen nicht, «Hauptsache er ist gut gefüllt». Das Gefühl, satt zu sein, förderten beispielsweise Kartoffeln, Nudeln, Obst, Gemüse, Salat und Vollkornprodukte. Aber auch hier entscheide das «langfristige Durchhaltevermögen», so die Expertin.