
Dadurch wurden die Kommunen verpflichtet, örtliche Bedarfsplanungen durchzuführen und Angebote zu überprüfen. Bereits 2006 gab es eine solche landkreisweite Erhebung.
„Dabei werden etwa 8000 Ostallgäuer Familien mit Kindern im Alter von null bis zwölf Jahren stichprobenartig befragt“, erklärt Jugendplanerin Anja Mayr vom Landratsamt. Eltern von Kindern unter drei Jahren erhalten den Fragebogen per Post. Die weiteren Bögen werden über Kindergärten und Schulen verteilt. Die Teilnahme ist laut Mayr freiwillig und anonym.
Die Daten würden ausschließlich dazu ausgewertet, die „bedarfsgerechte Weiterentwicklung“ von Angeboten und Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung zu planen. Die Auswertung übernimmt das Landratsamt. Die Ergebnisse sollen bis Sommer 2012 für jede einzelne Gemeinde vorliegen. Anja Mayr betont: „Eine rege Teilnahme der Eltern ist uns wichtig.
“ Nur wenn die Elternwünsche zur Betreuung in Krippe, Kindergarten, Hort oder Tagespflege konkret benannt würden, könnten Gemeinden und Landkreis sinnvoll planen.
Im Hinblick auf die Betreuung von unter Dreijährigen hat sich nach Angaben des Landratsamts im Ostallgäu in den vergangenen Jahren viel getan. Es gebe mittlerweile ein flächendeckendes Netz an Betreuungsplätzen. Auch deshalb seien den Bemühungen der Gemeinden um weiteren Ausbau finanzielle Grenzen gesetzt. Neue Angebotswünsche sollen nach Auswertung der Bögen auf ihre Finanzierbarkeit überprüft werden.