Am häufigsten haben Kinder bis neun Jahre in Blaichach übernachtet, erklärte Dürr auf Nachfrage von Thomas Gehring (Grüne). Das stärkste Plus habe man bei den Gästen im besten Alter (ab 55 Jahren) erzielt. Dieter Lochbihler (Freie Wähler) erkundigte sich nach der Gästezufriedenheit. Als das «größte Problem» sieht die Tourismuschefin die wenigen Busverbindungen, was durch den Wohnmobil-Stellplatz noch verschärft werde.
Um Urlaubern den Aufenthalt angenehmer zu machen, hat das Gästeamt einige Projekte verwirklicht. Dazu zählt Dürr die Webcam im Gunzesrieder Tal: «Für den Gast ist es toll, stündlich aktuelle Bilder zu sehen.»
Auf der Internetseite gibt es einen Wintersportbericht mit aktuellen Informationen zu Wanderwegen und Loipen. Ebenfalls neu: ein Tourenplaner mit Vorschlägen für (Winter-)Wanderer, Langläufer und Radler. Gut angenommen wird auch die Postkartenserie mit Natur- und Landschaftsaufnahmen.
Für die angestrebte Zertifizierung als Kräuterdorf seien die Mindestvoraussetzungen bereits erfüllt. Der Kräutergarten erhält noch einen Brunnen (Einweihung im Sommer). Heuer steht zudem die Auflage eines neuen Ortsplans für Blaichach an. Und es ist die Erstellung einer Wanderbroschüre mit Höhepunkten in der Umgebung geplant.
Vorgesehen ist laut Bürgermeister Otto Steiger zudem die Weiterentwicklung der «Alpsee-Grünten Tourismus GmbH». Derzeit erledigten die Gästeämter noch viele Aufgaben doppelt. Die Einführung einer All-inclusive-Karte nach dem Vorbild Oberstaufens sei «durchaus ein Thema». Die Vermieter haben aber laut Dürr signalisiert, dass man so etwa nicht brauche. Allerdings, so Dürr, habe Blaichach mit den vielen Kleinstbetrieben auch eine ganz andere Struktur als Oberstaufen oder Bad Hindelang. (vk)