Der Bildhauer Magnus Auffinger arbeitet seit vielen Jahren in verschiedenen Techniken und hat sich in jüngster Zeit vor allem mit seinen Holzplastiken hervorgetan. Ausgezeichnet wurde er für eine schmal und edel geformte Holzfigur, die gleichsam erstaunt eine Hand über den Mund legt. Die andere hängt wie zufällig herunter, als wolle sie züchtig die Scham bedecken.
Die Skulptur reicht dem freischaffend tätigen, 1960 geborenen Künstler gerade bis zur Schulter und könnte sich ganz zart an ihn schmiegen. Überhaupt liegt eine sanfte Zartheit in diesem kahlköpfigen weiblichen Wesen, das überaus fragil und mit Durchbrüchen versehen geschaffen wurde.
Magnus Auffinger begibt sich bei seiner Arbeit stets auf die Suche nach dem Ursprünglichen. Er lässt sich nur schwer in eine Stilrichtung einordnen und sagt: «Mir geht es hauptsächlich um die Aussage und um die Form. Das Material ist für mich nur ein Mittel zum Zweck.»
Derzeit sind es die Holzskulpturen, die Auffinger interessieren, doch ebenso hat er sich schon mit keramischen Versuchen, mit Stein, mit Schmiedearbeiten und Ölmalerei vorgestellt. Stets beschafft er sich selbst seine Werkmaterialien. Er baute zum Beispiel auch einen eigens entwickelten und unterirdisch gelegenen Keramikofen mit mehreren Kammern, um lebensgroße Formen zu brennen.
Öffnungszeiten: Zu sehen ist «Die Südliche» bis 1. November, mittwochs bis sonntags jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Villa Jauss in Oberstdorf. Weitere Infos im Internet unter: www.kultur-oa.de