
Dort hingen noch vor gut einem Jahr teilweise Kabel aus den Wänden und zeigten sich nackte Betonwände. Jetzt freuten sich Renner und Hans-Jürgen Bäuml, Direktor der Knaben-Realschule, über die neue Auladecke, das ausgebaute Erdgeschoss im Neubau und die modernisierten Computerräume.
Ebenso gibt es inzwischen eine Schulsozialarbeiterin, eine offene Ganztagsbetreuung und das Projekt „Lehrer in der Wirtschaft“.
Die Vorträge an diesem Abend drehten sich rund um das Thema Leitbild: Das des Gymnasiums wurde in „einem zweijährigen Prozess von Schülern, Eltern und Lehrern ausgearbeitet“, erläuterte Schülersprecherin Amelie Lill.
Lernformen sollen künftig weiterentwickelt werden und sich an „Felder des Bemühens“ orientieren: motivierender Unterricht, eine individuelle Lernumgebung sowie essenzielles Unterrichten. Voraussetzung allen Lernens sei, dass Schüler zudem Interesse, Motivation und Lerndisziplin aufzubringen bereit sind. Darüber hinaus solle man „miteinander statt übereinander reden“.
„Ein Leitbild sagt uns, wo wir hin wollen und was wir dafür tun sollen“, erklärte Martina Steinacker. Die Abteilungsleiterin für Aus- und Weiterbildung referierte über die Ideale von Bosch: „Unsere Zukunft selbst gestalten, um profitabel zu wachsen“ als Vision und „Innovation hat Tradition“ als Leitbild.
Die Firma arbeitet mit Schulen bereits zusammen. Bildung und lernen seien das Fundament „ihrer Schüler und unserer Mitarbeiter“. Leitbilder sollten für alle verständlich sein und von allen getragen werden.
„Fairness, Berufsorientierung, Kooperation und Motivation“, lauten die Leitthemen der Realschule, erinnerte Direktor Bäuml. Dieses Profil sei im Schuljahr 2007/2008 entstanden.
Erst dann habe aber die Arbeit richtig begonnen. Diese Themen seien etwa in Form von Betriebspraktika, des Knabenchors oder des Schultriathlons in den Alltag integriert worden. Durch „Aktivitäten“ – etwa Lerntutoren, Streitschlichter oder Busbegleiter – könnten Schüler sich nun noch besser mit der Schule identifizieren.