Kurzweil am Krankenbett soll das neue Patienten-Fernsehen den Wiedergenesenden bescheren. Es ist dies der Start fürs gesamte Allgäu. Als Geschäftsführer der Kliniken Oberallgäu, zu denen das Krankenhaus in Immenstadt gehört, sprach Michael Osberghaus von einem «Wohlfühl-Fernsehen», das auch dem Hospital selbst interessante Möglichkeiten eröffnet. So können beispielsweise aktuelle Informationen über die Kliniken und die Menüpläne eingespielt werden.
Rechtzeitig fertig geworden ist ein ureigener Präsentationsfilm über die drei Krankenhäuser im Oberallgäu, der jederzeit übers Haus-TV abgerufen werden kann. Nicht nur in den rund 170 Zimmern der drei Krankenhäuser hängen die Monitore an der Wand. Auch im Foyer des Immenstädter Hospitals steht ein Bildschirm im Großformat.
Partner bei diesem speziellen Krankenhaus-Medium ist das Böblinger Unternehmen KiK, das nach eigenen Angaben 500 Kliniken in fünf Ländern mit lizenzierten Filmbeiträgen versorgt, vom Kino-Reißer, dem sogenannten Blockbuster, bis zur christlichen Besinnung. Projektleiterin Simone Gunkel stellte ihr Medium bei der Premiere in Immenstadt den anwesenden Gästen vor, darunter zahlreiche Sponsoren. «Die Patienten wollen ruhige und entspannende Bilder», weiß Simone Gunkel aus Erfahrung.
Sogar Kontaktmöglichkeiten der Patienten untereinander können künftig per Mattscheibe geknüpft werden. Etwa von dieser Sorte: «Schwache Lunge sucht kaputte Kniescheibe zum Schachspiel» Waltraud Böcher als Patientin auf Station zwei dürfte jetzt öfter mal das Buch beiseitelegen und auf Kanal elf drücken. (pts)