Koop, der auch die Stelen am Sebaldweg zwischen Oberjoch und Wertach geschaffen hat, wählte eine fast quadratische Plastik. Er wollte eine «kantige, abweisende Form» schaffen. Gleichzeitig sind die Flächen aber an einer Stelle offen: Die hellgraue (und trostlose) Außenwand ist innen glänzend weiß lackiert und steht für Hoffnung. An der Frontseite ist ein Text eingelassen, verfasst von der Langenwanger Journalistin Elke Wiartalla (siehe Infokasten). Die Zeilen erinnern in sparsamen Worten an die Vergangenheit.
Die Geschichte würdigen
Für Bürgermeister Edgar Rölz war das 1150-jährige Ortsjubiläum ein Anlass, um sich dieser Thematik zu stellen. Es gelte «nicht nur, Feste zu feiern, sondern auch die Geschichte zu würdigen». Helmut Klaubert, evangelischer Pfarrer in Fischen, betonte im Einvernehmen mit seinem katholischen Kollegen Max Hieble, dass die Erinnerung an das Vergangene wichtig sei, um die Gegenwart zu verstehen.
Das ist ganz im Sinne von Monika Acksteiner, Lehrerin an der Hauptschule Sonthofen. Sie hatte für ihre M10-Schüler angeregt, in Langenwang einen Weg der Erinnerung zu schaffen - an den Grundmauern des Lagers vorbei. Ein Termin bei Bürgermeister Rölz ließ diese Planung nichtig werden. Die Schüler werden nun in ihre Präsentation den Werdegang der Stele einfließen lassen - fasziniert von Koops Umsetzung.