«Babyfreundliche Krankenhäuser vermeiden Routinemaßnahmen, die das Bindungsverhalten des Kindes stören könnten», hielt Gisela Meese fest. Ein intensiver körperlicher Kontakt beim Stillen des Säuglings stärke zudem die Beziehung zwischen Mutter und Kind. «Zusammen mit einer positiven Geburtserfahrung sind dies die besten Grundlagen für eine gesunde Entwicklung des Babys», sagte sie.
Die Kliniken Oberallgäu gehören jetzt zu einem Kreis von 54 Krankenhäusern in Deutschland, die sich dieses Etikett der Babyfreundlichkeit erworben haben. Die Vertreterin der Gesundheitsorganisation würdigte bei der Preisübergabe die hohe Motivation des Geburtshilfe-Teams.
Die Krankenschwestern und Ärzte seien intensiv geschult worden und sie hätten Arbeitsabläufe neu geordnet, obwohl der Klinikalltag ohnehin schon eine große Arbeitsbelastung darstelle.
«Wir sind sehr stolz auf diese internationale Auszeichnung», betonte Dr. Günther Schönfelder als Belegarzt in der Gynäkologie und Geburtshilfe. «Unsere Richtlinien sind vorbildlich», ergänzte Schönfelder. Er verwies auch auf die ständige Fortbildung der Mitarbeiter. So verfüge das Personal über ein hervorragendes Wissen im Still-Management für Mutter und Säugling», sagte Gisela Mäck als Pflegedirektorin. (pm)