Füssen (wgö) | 01.02.2012 00:00 Uhr
Festes Leitsystem für Kröten bei Eschach
Vorsitzender Michael Käs geehrt
Was lange währt, wird endlich gut: Große Freude herrscht bei der Ortsgruppe Füssen im Bund Naturschutz darüber, dass nach 30 Jahren nun der Krötenschutz bei Eschach durch den Bau eines festen Leitsystems mit Durchlässen und eines Ersatzteiches verwirklicht wird. Im Mittelpunkt der Jahresversammlung standen die Neuwahlen, bei denen der Vorstand weitgehend bestätigt wurde.
Michael Käs wurde außerdem für 20 Jahre Tätigkeit als Vorsitzender mit dem Vereinsabzeichen in Gold geehrt. Die Urkunde überreichte Hans Hack, stellvertretender Vorsitzender der Kreisgruppe. Die Laudatio dazu hielt Walter Hundhammer, der selbst kürzlich auf Kreisebene für engagierte ehrenamtliche Tätigkeit ausgezeichnet wurde: Er wisse aus eigener Erfahrung, wie viel Arbeit in der zurückliegenden Zeit investiert wurde.
Besonders positiv seien auch immer wieder die Spitzenergebnisse, die bei Haus- und Straßensammlungen erzielt werden. Zu seiner eigenen Auszeichnung sagte Hundhammer augenzwinkernd: „Das war ein Aufstieg vom grünen Spinner zum grünen Engel.“
Zuvor blickte Käs auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Besonders erfreut zeigte er sich über Grundstückkäufe im Hertinger Moos und im Bereich Bannwaldsee. „Der Kauf von Grundstücken ist der beste Naturschutz, denn wie die Erfahrung zeigt, werden immer wieder Teile aus Naturschutzgebieten einfach herausgenommen.“ Sehr gut sei die Haus- und Straßensammlung verlaufen: Sie erbrachte rund 4800 Euro.
Hier galt sein Dank den Schülern des Gymnasiums und der Mittelschule in Füssen. Es sei sehr erfreulich, wenn sich so viele Jugendliche für den Naturschutz einsetzen. Leider aber überaltere die Ortsgruppe, weil junge Menschen nicht hinzukommen. Hier rief vor allem Hundhammer die Jugend auf, sich doch für den Bund Naturschutz – und damit auch für ihre eigene Zukunft – einzusetzen.
Thema war kurz der Nationalpark Ammergebirge, für den sich die Ortsgruppe seit langem ausspricht. Es wurde erneut darauf hingewiesen, dass ausschließlich staatliche Flächen einbezogen werden. Man hofft auch auf eine Zusammenarbeit mit Österreich, denn das Ammergebirge sei grenzübergreifend ein großes Ganzes in „unserer schönen Landschaft“. Wer die Ziele des Fördervereins Nationalpark Ammerwald unterstützen wolle, könne Mitglied werden.
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