
Zumal damit Mehrkosten von rund 17 700 Euro im Jahr verbunden wären. Zur Beratung hatte Bürgermeister Paul Iacob mit Michael Zobel und Helmut Petermann Fachleute der Elektrizitätswerke Reutte (EWR) gebeten.
Schwartz forderte, dass die Liegenschaften der Kommune mit „Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energiequellen“ bis spätestens 2017 versorgt werden sollen. Das sei machbar, verwies Zobel auf das Angebot „EWR Wasserkraft“, das aber etwas teurer ist.
Für die drei Millionen Kilowattstunden, die in städtischen Liegenschaften pro Jahr verbraucht werden, würden Mehrkosten von 17 700 Euro entstehen. Ob man das Angebot annimmt, wird bei den Etat-Beratungen entschieden. Iacob verwies darauf, dass schon beim „normalen“ EWR-Strom der Anteil an erneuerbaren Energien bei fast 70 Prozent liegt.
Solarenergie: Dass auf weiteren Gebäuden der Stadt Photovoltaikanlagen entstehen, wie von Schwartz vorgeschlagen, ist nicht zu erwarten: Denn manche Dachflächen kriegen zu wenig Sonne ab, teilte die Verwaltung mit.
Energetische Sanierung von Gebäuden: „Da ist unser Bauamt dran“, sagte Iacob zu dieser Forderung. Die Erhebung aller Daten und das Prüfen von Maßnahmen seien aber mit einem „Riesenaufwand“ verbunden. Wunsch von Lothar Schaffrath (SPD): „Die Stadt muss endlich das Dach der Mittelschule isolieren. Hier herrscht Energieverschwendung pur.“
Baugebiete: Bei der Ausweisung neuer Baugebiete soll möglichst der Passivhausstandard umgesetzt werden, forderte Schwartz. Auch soll über den Einsatz von Blockheizkraftwerken, Biogasanlagen oder Geothermie nachgedacht werden. Diese Idee will der Stadtrat aufgreifen.
Straßenbeleuchtung: Nichts wird aus dem Vorschlag, dass Füssen wie die Stadt Göttingen auf sensorgesteuerte Laternen umstellen soll. Dort wurden sensorgesteuerte Laternen installiert: Die Leuchten entwickeln ihre volle Lichtstärke erst, wenn Autos auftauchen. Damit wären „gewaltige finanzielle Aufwendungen“ verbunden, warnte Helmut Petermann von den EWR.