
Einen deutlichen Sprung nach vorne machten die Einnahmen aus der Gewerbesteuer mit 190 800 Euro (plus 27 000 Euro) und der Einkommenssteuer mit 517 000 Euro (plus 17 000 Euro). Die Pro-Kopf-Verschuldung sank bei einem Gesamtschuldenstand von 1,62 Millionen Euro leicht von 1433 auf 1264 Euro.
Als positiv bewertete Streif die Auslastung des Kindergartens mit derzeit 40 Kindern sowie der vier Klassen der Grundschule mit 38 Kindern.
In beiden Fällen habe sich die Ausweisung von Bauplätzen im Baugebiet „Kalkofen“ für junge Familien als positiv erwiesen. Auch im Bereich Tourismus sei man auf „einem guten Weg“, der Anstieg der Übernachtungen um rund drei Prozent von rund 101 000 auf 104 000 sei hart erarbeitet worden.
l Mehrzweckgebäude: „Wir sind auf dem Weg, ein Gebäude entstehen zu lassen, das für viele Bereiche dienlich ist“, so Streif.
Unter anderem gehen die Planungen dahin, neben der Schaffung eines Musikpavillons einen Proberaum für die Musikkapelle zu integrieren. „Alles ist denkbar und auf dem Papier nimmt alles schon eine konkrete Form an“.
Er forderte die Vereine auf, sich einzubringen mit dem Ziel, ein „Projekt für die Zukunft“ des Dorfes zu schaffen.
Im Rahmen der Dorferneuerung III forderte er Haus- und Grundbesitzer auf, die Fördermittel, besonders für Haussanierungen mit energetischem Hintergrund, besser zu nutzen.
l Krankenhaussituation: Obwohl dies kein unmittelbar auf die Gemeinde ausgerichtetes Thema sei, wolle er wegen der Aktualität einige grundsätzliche Aussagen dazu treffen, so Streif: Die medizinische Versorgung müsse durch Spezialisierung und Rationalisierung sowie die Schaffung von Kompetenzzentren im Verbund mit Kaufbeuren gesichert werden. Alternativen dazu sehe er keine.
Man müsse „intelligente“ Lösungen finden, um vom Schuldenberg herunter zu kommen, ein „weiter so“ sei nicht mehr zu vertreten. Hier erhoffe er sich auch durch den Bürgerentscheid wenigstens neue bindende Richtlinien.