Er hätte sie liebend gerne behalten: Die Lauten der Füssener Meister aus Paris oder das Ölporträt des Füssener Kaufmanns Jakob König aus Prag. Doch diese edlen Leihgaben sind - so wie die anderen Exponate der Landesausstellung - längst zurück am angestammten Platz.
Aber auch so profitiere das Museum der Stadt erheblich von der Landesausstellung. Die Möblierung, die das Haus der Bayerischen Geschichte der Stadt kostenlos überlässt und die derzeit von städtischen Handwerkern an die neue Nutzung angepasst wird, hat laut Riedmiller einen Wert von rund 100000 Euro. So führen künftig neue Wegweiser durch die Flure, stellen beleuchtete Schautafeln die Prunkräume vor, umreißen mannshohe Einbauten ganze Themengebiete.
«Ganz zu schweigen vom umfassend renovierten Kloster», verweist Riedmiller auf Aufzug, Kassensystem, Brandmeldeanlagen, elektronischen Diebstahlschutz oder die sanierte Klosterküche.
«Das würde es ohne die Landesausstellung alles nicht geben.» Stolz ist der Kulturamtsleiter auch aufs tolle Miteinander der ehrenamtlichen Helfer. «Diesen Schwung wollen wir mitnehmen ins neue Museum, etwa beim Führungsdienst.»
Und die Finanzen? Noch liegen laut Riedmiller keine exakten Zahlen vor. Er geht angesichts der rund 70000 Besucher aber davon aus, dass die kalkulierten Einnahmen von 160000 Euro erreicht werden. Womit die erhöhten Personalausgaben abgedeckt seien. Ein Defizit werde es also wohl nicht geben.
Allein rund 40 Vitrinen hat das Haus der Bayerischen Geschichte der Stadt Füssen nach Ende der Landesausstellung kostenlos überlassen. Sie werden derzeit neu eingepasst (im Bild der städtische Schreiner Herbert Reichensberger) und sollen ab 23. Dezember zusammen mit weiteren Einbauten für ein neues Design im Museum im einstigen Kloster St. Mang sorgen. Foto: Raffler
«Die Landesausstellung war in allen Belangen der erhoffte Glücksfall für Füssen.»
Kulturamtsleiter Thomas Riedmiller