Insgesamt reisten Riedmiller zufolge über 202000 Besucher zur Landesausstellung zwischen 21. Mai und 10. Oktober nach Augsburg und Füssen - etwa ein Drittel von ihnen nutzte die sogenannte Kombikarte. Soll heißen: «Die Kulturschiene Augsburg-Füssen hat sich bewährt», betonte der Kulturamtsleiter. Alle bisherigen Rekordzahlen kulturhistorischer Ausstellungen in Bayerisch-Schwaben seien verdoppelt worden. Damit rangiere «Bayern - Italien» unter den besten fünf bayerischen Landesausstellungen.
«Füssen hat in einer schwierigen Zeit einen Aufschwung erlebt und seinen Stellenwert als Kulturstadt aufgewertet», unterstrich Bürgermeister Paul Iacob. Von der Landesausstellung profitiert hätten neben Hotellerie und Gastgewerbe besonders der Einzelhandel. Und diese Wirkung sei nachhaltig - schließlich hätten viele Besucher Füssen zum ersten Mal gesehen und gesagt: «Hier ist es schön, hierher komm ich wieder.»
Das Ergebnis einer umfassenden Besucherbefragung liege allerdings erst im Frühjahr auf dem Tisch, erläuterte Riedmiller. Der Kulturamtsleiter ging zudem auf die vorläufige Abrechnung ein: «Im Haushalt wurden 182000 Euro an Personalkosten veranschlagt, mit der Maßgabe, die Kosten über die Eintrittsgelder zu finanzieren.» Und das sei gelungen: Knapp 142000 Euro an Personalkosten stünden Einnahmen in Höhe von fast 147000 Euro gegenüber. Die Einkünfte aus dem Museumsshop seien aber noch nicht aktuell. Allerdings werde das Soll von 2500 Euro übertroffen - allein durch den Katalogverkauf kamen über 3600 Euro rein.
Ob er denn eine Gesamtaufstellung der Kosten und Einnahmen haben könne, wollte Klaus Keller (Freie Wähler) wissen. Es gebe keine weiteren, erläuterte Bürgermeister Iacob: Die Ausstellung selbst habe der Freistaat gestemmt. Etwa Stromkosten seien schwer nachvollziehbar, merkte Riedmiller an.
Ein großes Lob für den Kulturamtsleiter sprach Uschi Lax (CSU) aus: «Sie haben Engagement gezeigt, das seinesgleichen sucht.» Dem schloss sich Lothar Schaffrath (SPD) an und ergänzte: «Auch für den Bürgermeister und die Mitarbeiter der Stadt bedeutete die Veranstaltung viel Stress. Respekt für die geleistete Arbeit.»