Halblech «Werkzeuge werden immer gebraucht, auch in der Krise», erklärt Wolfgang Rau, Vorstand der Steinel Normalien AG. Und deshalb habe man sich in nicht ganz einfachen Zeiten entschieden, ein Tochterunternehmen in Halblech zu gründen.
Die Firma hat lange Tradition: Anfangen hat es in den 20er Jahren mit Maschinenbau im Schwarzwald. Und warum ausgerechnet ein neuer Standort im südlichen Ostallgäu? Ganz einfach, erläutert Rau, in der Stanz-Biege-Branche gibt es zwei wichtige Zentren: Eines rund um Pforzheim, das andere ist im Allgäu. «Und hier findet man auch hervorragendes Fachpersonal», ergänzt Geschäftsführer Martin Lehmann, der selbst schon seit 20 Jahren hier lebt. Denn nur mit qualifizierten Mitarbeitern könne man auch hervorragende Produkte herstellen.
Im Sommer 2008 - also noch vor Beginn der eigentlichen Wirtschaftskrise - sei bereits der Entschluss zur Erweiterung im Frühjahr gefallen. «Zwar hätten wir alles noch abbrechen können, aber wir wollten es trotz einer sich anbahnenden schwierigen wirtschaftlichen Situation durchziehen», sagt Rau. Der 55-Jährige ist ein alter Hase im Geschäft: «Ich erinnere mich noch an die Krise in den 90er Jahren und empfinde die derzeitige Krise nicht als schlimmer.» Man habe schon damals «seine Hausaufgaben gemacht», die Produktion verschlankt, Mitarbeiter geschult - kurzum die «Prozesse optimiert», erläutert Lehmann - dies wirke sich heute positiv aus.
Zuversichtlich in die Zukunft
So blicken beide zuversichtlich nach vorn und setzen weiter auf hohe Qualität. «Man darf nicht jedes Geschäft um jeden Preis annehmen - und unsere Kunden kennen den Wert unserer Produkte», ist Rau überzeugt. Die Firma Steinel plant schon die nächste Erweiterung: «In diesem Quartal wollen wir weitere 1,5 Millionen Euro in den Standort Halblech investieren», verrät Geschäftsführer Martin Lehmann.