
Für das Gesamtpaket, das 169 000 Euro kostet, gibt es einen Zuschuss aus dem Leader-Programm der Europäischen Union in Höhe von 69 300 Euro. „Jetzt können wir die Maßnahmen anpacken“, freut sich FTM-Chef Stefan Fredlmeier. Sie sollen noch heuer realisiert werden.
Füssen und seine Ortsteile verfügen seit langem über ein großes Potenzial in der Gesundheitswirtschaft.
Alle Ortsteile besitzen entweder das Prädikat Luft- oder Kneippkurort. Um das gesundheitstouristische Angebot für die Zukunft aufzuwerten, soll nun mit Hilfe der Leader-Förderung (siehe Infokasten) eine „gesundheitstouristische Perlenkette Füssen“ aufgebaut werden.
Metallbrücke verworfen
Geplant ist das Prädikat Kneipp-Heilbad für Hopfen. Im Hopfensee sollte dazu eigentlich eine Metallbrücke installiert werden. Die Vision: Wer darüber geht, erweckt den Eindruck, er schreite über das Wasser.
Doch es gab Probleme mit dem stark wechselnden Wasserstand im See. So kam man auf die Idee einer künstlichen Insel im Hopfensee, auf der die Besucher kneippen können.
„Sie wird etwa sechs mal sechs Meter groß und auf Pontons gelagert sein“, erklärt Fredlmeier. Zu erreichen sei diese Kneipp-Insel, die jeden Winter wieder abgebaut wird, über einen Steg. Der Kur- und Verkehrsverein werde sich an der Finanzierung dieses Projektes beteiligen. Daneben vorgesehen sind ein Fitnessparcours, ein Kräuter-Naschgarten und Gedankenbänke.
Zusätzlich erhält Weißensee den seit langem geplanten Klimapavillon. Eigentlich müsste der Bau schon seit Jahren stehen: Denn er war Bedingung dafür, dass der Ortsteil im Jahr 2006 zum Luftkurort erhoben wurde. Doch gab es immer wieder Probleme mit der Realisierung.
Nun sind die Weichen gestellt, um den kleinen Pavillon im Ruhegarten beim Pfarrhof am Weißensee zu errichten, sagt Füssens Tourismus-Chef und versichert: „Das wird ein wertiger Platz der Ruhe.“
Eventuell wird man auch in Bad Faulenbach den Weg zum Kneipp-Heilbad einschlagen. Dort muss man aber noch klären, ob angestammte Prädikate wie das Mineral- heilbad auch weiterhin Bestand haben. „Die Gespräche laufen noch“, so Fredlmeier.