Einziger Wermutstropfen: Einzelne Kinder und Jugendliche wurden mit teils über 1,5 Promille aufgegriffen (wir berichteten). Wie die jungen Leute an den Alkohol kamen, sollen nun die Ermittlungen der Polizei klären.
„Ich persönlich weiß nur von zwei Fällen“, berichtet Bürgermeister Gregor Bayrhof, der offiziell die Verantwortung für Nachtumzug und Polarfete innehat. Demnach wurden ein 13-jähriges Mädchen aus einem Ostallgäuer Heim sowie ein älterer Bursche aus Seeg mit erheblichen Alkoholproblemen aufgegriffen.
„Es heißt, das Mädchen habe man zuvor aus dem Festzelt gewiesen, später soll es dann in der Nähe auf der Straße zusammengebrochen sein“, schildert Bayrhof, was man sich im Ort erzählt. Auch wenn der Rathauschef den Sachverhalt nicht im Details kennt – er ist überzeugt, dass der Alkohol nicht vor Ort ausgeschenkt worden sei.
„Denn im Zelt, aber auch bei den Ständen, wurde strikt auf die Einhaltung der Jugendschutzvorschriften geachtet“, betont Bayrhof und ergänzt: „Wir haben da nichts falsch gemacht.“
So seien immer wieder junge Leute mit leeren Händen weggeschickt worden, weil sie zu jung für den Alkoholkonsum gewesen seien. „Im Zweifelsfall hat man sich den Ausweis zeigen lassen.“ Die rund 60 am Ausschank beteiligten Mitglieder der Hopferauer Vereine hätten allesamt unterschrieben, die strengen Regeln einzuhalten. Auch bei der Vorbesprechung der Vereine, bei der die Polizei anwesend war, seien die Spielregeln klar definiert worden.
„Was die Jugendlichen vorher oder abseits der Stände machen, können wir allerdings nicht steuern“, verweist Bayrhof etwa auf das inzwischen übliche „Vorglühen“ bei vielen jungen Besuchern. Etliche hätten offensichtlich Hochprozentiges selbst mitgebracht – „einige haben den Alkohol sogar auf einem Karren hinter sich hergezogen.“
Trotz der Vorkommnisse würde Bayrhof beim nächsten Mal erneut die Verantwortung für die Organisation übernehmen: „Denn die Vereine und deren Jugend standen voll hinter Umzug und Polarfete und hatten richtig Freude dran.“