Laut Kämmerer Helmut Schuster wird versucht, die Gesamtkosten für den BLZ-Umbau von 795000 auf 700000 Euro zu drücken. Abzüglich Zuschüssen blieben dann noch rund 400000 Euro an der Stadt hängen - gut die Hälfte davon soll über Kredite finanziert werden.
Trotz der klaren Linie des Gremiums zum BLZ war die Verabschiedung des Etats 2010 keine runde Sache: Acht von 22 Räten (Freie Wähler, FDP, Grüne, UBL und Bürger für Füssen) lehnten das 26,4 Millionen Euro schwere Finanzpaket ab. Hauptgrund: Erstmals seit fünf Jahren gibt es wieder eine Nettoneuverschuldung (232000 Euro). Die gilt es laut Dr.
Anni Derday (Freie Wähler) zu verhindern: «Dann muss an anderer Stelle gespart werden!» «Wir sind weiter auf dem Weg der Konsolidierung», fand dagegen Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Weshalb auch das Landratsamt gegen «eine gewisse Neuverschuldung» für das BLZ keine Einwände habe. «Schließlich ist das eine werthaltige Investition.»
Beim Personal - hier forderte Michael Wollnitza (Freie Wähler) einmal mehr deutliche Kostensenkungen in der Bauverwaltung - werde das Mögliche getan, verwies Iacob auf den auf 169,5 Stellen reduzierten Personalstand. Dieser Bereich bleibt jedoch mit 6,8 Millionen Euro der größte Kostenfaktor im Etat.
Unterm Strich bleiben die Füssener Finanzen trübe: Der Einkommenssteueranteil (4,25 Millionen) als größte Einnahmequelle sinkt, bei der Gewerbesteuer (3 Millionen) ist keine Erholung in Sicht. Wobei es Füssen besser gehe, als den Kommunen mit viel produzierendem Gewerbe, so Iacob mit Galgenhumor: «Da sind die Steuereinbrüche noch viel heftiger.» (raf)