Movelo sei dabei, deutschlandweit ein Netz von Verleih- und Akkuwechselstationen mit umfangreichen Serviceleistungen aufzuziehen. Auch die Radsportregion Ostallgäu mit ihrem gut ausgebauten Radwegenetz garantiere «grenzenlose Mobilität», wie die Marketingexperten versprachen. Hier peilt Movelo etwa 20 bis 30 Stationen an, bei denen sich der Gast E-Bikes ausleihen und den Akku aufladen kann.
Alternative zum Auto
Da die E-Bikes sehr teuer sind - ein Rad kostet 2500 bis 3000 Euro - bietet Movelo den Hoteliers und Radhändlern Leasingverträge mit umfangreichen Betreuungsleistungen an. Der Vorteil: Nach jeder Saison wird das Rad ausgetauscht und ist immer auf dem neuesten Stand.
Das E-Bike eigne sich auch als Alternative zum Auto, um den nächsten See oder eine Sehenswürdigkeit zu erreichen, erklärte Professorin Monika Echtermeyer aus Sonthofen, Movelo-Ansprechpartnerin in der Region. «Mit dem E-Bike tun wir was für die Umwelt, weil es ein CO2-freies Verkehrsmittel ist. Das Aufladen des Akkus kostet soviel, wie einmal duschen», lautete ihr Fazit.
Zielgruppe sind die «Genussradler», die ohne Anstrengungen weite Wege und steile Anstiege bewältigen wollen, wie Ottenschläger erläuterte. Einen Konflikt mit den Bergradlern sieht er nicht. Das in Pfronten vorgestellte Rad eigne sich nur für Tallagen und asphaltierte Bergwege. Auch wenn sich der Kraftaufwand durch die Elektrotechnik deutlich verringere: «Treten muss man immer», so Ottenschläger.