
Das interkommunale Gewerbegebiet soll als gemeinsames Projekt von sechs Gemeinden entstehen (wir berichteten). Vor der Amberger Gemeinderatssitzung hatten vier von ihnen schon darüber beraten, mit wie viel Prozent sie sich beteiligen wollen: Eppishausen (fünf Prozent), Ettringen (fünf Prozent), Rammingen (maximal 21 Prozent) sowie Bad Wörishofen (maximal 49 Prozent).
Für die beiden verbleibenden Gemeinden Amberg und Wiedergeltingen waren also noch 20 Prozent der Gewerbefläche zu vergeben, wenn es bei den Maximalansprüchen der anderen blieb.
Der Amberger Gemeinderat befürwortete in seiner jüngsten Sitzung zunächst einstimmig die Beteiligung an dem Gewerbepark. Wie viel Prozent Anteil es nun genau werden, das hängt noch an der letzten der sechs Gemeinden: Wiedergeltingen. Dessen Gemeinderat hatte am Mittwochabend den Gewerbepark auf seiner Tagesordnung.
In Amberg diskutierten die Räte noch über die Stimmrechtsverteilung in dem Zweckverband für das Gewerbegebiet. Reinhold Bäßler (FWV) monierte, dass mit einer Dreiviertel-Mehrheit der Stimmberechtigten im Zweckverband auch die Satzung selbst außer Kraft gesetzt und dem ursprünglichen Sinn entfremdet werden könnte.
So viel Spitzfindigkeit wollte der Gemeinderat allerdings den anderen Teilnehmerkommunen nicht unterstellen. Es gehe ja nicht darum, andere über den Tisch zu ziehen, meinte Bürgermeister Peter Kneipp.
Das Motiv des Vorhabens sei der gemeinsame Erfolg. Er äußerte die Hoffnung, dass der Verkehr künftig verstärkt in die Gewerbegebiete südlich der Autobahn fließt und Amberg so davon verschont wird. Kneipp erwartet durch das neue Gewerbegebiet außerdem neue qualifizierte Arbeitsplätze.
Einstimmig beschloss das Gremium außerdem, dass die Feuerwehr Amberg einen Telefonanschluss erhält. Der ist wegen der neuen Integrierten Leitstelle nötig, erklärte Kneipp.
Dazu gehöre, dass an die einzelnen Feuerwehrstandorte ein Fax gesendet wird, um gegebenenfalls Spezialgeräte anfordern zu können. So könnten die Einsätze besser koordiniert und der Funkverkehr entlastet werden.