Interessant, was sich so alles auf dem Buchloer Kiez herumtreibt. Vom (Furcht einflößenden) Rotkäppchen bis zu Pippi Langstrumpf, vom Mönch bis zur Domina, vom Cowgirl bis zur Miss Raten, von Captain Jack Sparrow bis zu den Blues Brothers, vom Sträfling bis zu Polizist(inn)en in allen Variationen - der Verkleidungsvielfalt sind keine Grenzen gesetzt.
High Heels trägt man/frau, Netzstrümpfe, Mieder, knappe Shorts und ebenso knappe Shirts. Sexy Uniformen sind ebenfalls in wie Strapse, Lack & Leder, Glitzer & Glimmer - oder ganz einfach nur viel nackte Haut.
Sogar die Tierwelt hat ihren Weg auf die Rote Meile gefunden: Kätzchen, Häschen, die Biene Maja, Leoparden und andere Tiger. «Wir haben absoluten Frauenüberschuss», meint Etosha-Elephants-Vorsitzender Oliver Lippert, «etwa zwei Drittel Mädels zu einem Drittel Kerle». Interessant, dass sich eine ganze Reihe von Herren trotz (oder gerade wegen?) dieses Ungleichgewichts in Damenkleider geworfen hat.
Die Tanzfläche, in farbiges Licht und zuckende Lichtblitze getaucht, ist übervoll. Die Musik ist laut. Wummernde Bässe und stampfender Beat heizen den Kostümierten vor der Bühne mächtig ein. Zwei Go-go-Girls pushen mit ihrem Go-go-Boy die Stimmung unermüdlich weiter hoch. DJ Jens hat ein gutes Gespür dafür, welche Scheiben er auflegen muss.
Im Showblock kommt die Gaudilonia aus Bad Wörishofen mit zwei Einlagen. Zunächst sind die Mädels dran mit «Wünsch dir was» aus Aladins Wunderlampe. Die schwarz und weiß gekleideten Gruppen tanzen den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse.
Dann erscheint der (männliche) Elferrat mit einer furios-akrobatischen Bauarbeiter-Show. Mit viel Beifall wird die Gaudilonia in die Nacht entlassen. Drinnen kocht die Stimmung weiter.
Die Etosha Elephants sind mit dem Erfolg ihrer Jubiläums-Meile sehr zufrieden. Dass der Spaß der Gäste nicht mit unangenehmen Begleiterscheinungen einhergeht, lassen sie sich einiges kosten und haben einen Sicherheitsdienst engagiert.
Bestimmt werden die Rote-Meile-Fans auch 2012 wieder am Vorverkaufstag in aller Herrgottsfrühe anstehen, um Karten für den etwas anderen Faschingsball zu ergattern.