Der mittlerweile mit Abstand „dienstälteste“ Jugendpfleger im Landkreis informierte darüber, dass der Treff im Keller der Fuchstalhalle auch weiterhin sehr gut von täglich etwa 20 Jugendlichen angenommen wird. Die meisten der Besucher sind zwischen 15 und 17 Jahren alt und kommen aus Asch und Leeder.
Neu hinzu stoßen will derzeit eine Gruppe aus den siebten bis neunten Klassen der Mittelschule. Dass es dabei zu kleineren Konflikten komme, sei nicht zu vermeiden, so Hartmann. Fortgesetzt wurde die eingeschränkte Selbstverwaltung.
Da es gelegentlich Probleme mit der Sauberkeit gab, musste der Treff im Vorjahr zwei Mal vorübergehend geschlossen werden. Schwierige Situationen gab es im Frühjahr bei der Durchsetzung eines unbefristeten Hausverbotes für einen jungen Erwachsenen.
Verzichtet wurde auch heuer auf die Erstellung eines eigenen Ferienprogramms und die Ausrichtung größerer Veranstaltungen mit Ausnahme der Fuchstaler Spaßolympiade, bei der Ende Juli wieder 100 Kinder mitmachten. Er habe jedoch mit den Jugendlichen einige Aktionen geplant und durchgeführt, erzählte Hartmann.
Dazu gehörten Skifahrten, ein Besuch des Hochseilgartens in Utting, Badefahrten zum Lech und an den Ammersee sowie Seilaufbauten im Gemeindewald Leeder. Hierbei komme ihm seine mittlerweile abgeschlossene Ausbildung zum Erlebnispädagogen zugute, erläuterte der Jugendpfleger. Durchgeführt wurde im Zusammenarbeit mit dem Jugendamt eine Veranstaltung zur Alkoholprävention.
Knapp die Hälfte seiner Arbeitszeit widmet Hartmann der Jugendsozialarbeit. Nachdem er mittlerweile in Fuchstal viele Leute kennt, sei die Hemmschwelle, mit ihm in Kontakt zu treten, immer weiter gesunken, freut er sich. Die Beratungsfelder seien breit gefächert und reichten von der Lehrstellensuche über Beziehungskonflikte bis hin zu Suchtproblemen.
Bürgermeister Erwin Karg bedankte sich dann abschließend nicht nur bei Hartmann für sein Engagement, sondern auch für die gute Zusammenarbeit, die den Gemeindejugendreferenten Heinz Nehrenheim einschließe. „Wir tauschen uns regelmäßig aus“, so Karg.
Tatsache sei mittlerweile, dass es Probleme, die man bislang nur in Großstädten vermutet habe, „im Kleinformat“ auch auf dem Land gebe, merkte Karg noch an.