Zugleich ändere dieses Ergebnis aber nichts an ihrer eigenen Haltung: Auch beim Seminar der Dorferneuerung habe man kleineren Gemeinden die Beteiligung an überörtlichen Gewerbegebieten empfohlen, sagte Schwele.
Klaus Holetschek, Bürgermeister von Bad Wörishofen, meinte: „Das ist zwar schade, aber ich freue mich mehr, dass fünf Gemeinden dabei sind.“ Und er betont: „Wir werden die gemeinsame Chance an der Autobahn nutzen.“
Die Frage ist jetzt: Wer bekommt das letzte Stück der Torte? Schließlich sind durch den Ausstieg Wiedergeltingens mindestens fünf Prozent der Anteile am interkommunalen Gewerbegebiet nicht vergeben. Die Bürgermeister der fünf noch beteiligten Gemeinden werden sich jetzt in den kommenden zwei Wochen zusammensetzen, kündigt Holetschek an und meint: Man werde sich wohl keinen neuen sechsten Partner suchen, sondern sich zu fünft eine neue Verteilung überlegen.
Auch durch die neue Situation sei keine der Kommunen im Zweckverband zu dominant, meinen Schwele und Kneipp. Deshalb hätten sie auch nichts dagegen, wenn Bad Wörishofen – dessen Flächenanteil bisher auf 49 Prozent gedeckelt war – die verbleibenden fünf Prozent übernehmen würde. Zwar wäre dann Bad Wörishofen mit sechs Stimmen im Zweckverband vertreten, allerdings hätten die übrigen Gemeinden zusammen sieben Vertreter.
Für die anderen Kommunen ist der Anreiz, den Anteil Wiedergeltingens zu übernehmen, eher gering: Keine von ihnen würde dadurch einen weiteren Sitz im Zweckverband bekommen.