Im Gemeinderat blieb es bei den alten Fronten. Die Grundstückseigentümer wären bereit, Flächen für einen solchen Solarpark zur Verfügung zu stellen. Trotzdem konnten die Befürworter – neben Bürgermeister Michael Schulz sind das vor allem Hubert Meichelböck und Helmut Filser (alle CSU) – die Vorbehalte nicht ausräumen.
Eine Rolle spielt im Hintergrund eine Kollision der unterschiedlichen Interessen: Grundeigentümer mit Besitz im Solar-Vorranggebiet gegen andere außerhalb desselben und Pächter, die eine Erhöhung des Pachtzinses befürchten. Jürgen Schmid (FWW) brachte es auf die einfache Formel: „Ich bin gegen den Solarpark, weil ich keinen Unfrieden im Dorf möchte.“
Auch bei der Windenergie waren einige skeptisch. Der Regionalverband Donau-Iller hatte eine Stellungnahme über mögliche Standorte gefordert. Durch Geräusche und Schattenwurf wird – zusätzlich zu Autobahn und Bahnlinie – eine Beeinträchtigung der Wohnqualität befürchtet.
Diskutiert wurde die Alternative, Windkraftanlagen auf Gemeindegebiet gänzlich auszuschließen oder sie lediglich auf einer im Süden an die Nachbargemeinde Weicht angrenzenden Fläche zu empfehlen. Bürgermeister Schulz hielt es aus taktischen Gründen für ratsam, sich dem Thema nicht ganz zu versperren, denn ein Mitbestimmungsrecht hätten die Kommunen bei der Ausweisung der Standorte de facto nicht.
Die von Schulz vorgeschlagene Formulierung verabschiedete der Gemeinderat mehrheitlich mit sieben zu vier Stimmen.
Dann gab es auf der Tagesordnung noch einen außerordentlichen Punkt: Bei 35 Haushalten war die Steuerung des Abwassersystems ausgefallen. Vermutlich wegen der tiefen Temperaturen in der ersten Februarhälfte waren die Störungen aufgetreten.
Die Ursache ist allerdings noch nicht klar. Das soll jetzt eine Fachfirma klären und – falls erforderlich – die Anlagen einer jährlichen Inspektion unterziehen.