
Er erläuterte die drei Varianten, wie die Kinder von Buchloe mit dem Bus nach Hause kommen könnten (siehe Info-Kasten) und meinte: „Irgendwo stehen die Mädchen und Buben 30 Minuten lang – entweder in Buchloe oder in Lamerdingen.“
Listen übergeben
Laut Tröbensberger haben alle Eltern von Realschülern aus Groß- und Kleinkitzighofen unterschrieben. Übergeben wurden die Listen bereits an die Leitung der Realschule sowie Bürgermeister Konrad Schulze. Tröbensberger bat das Gemeindeoberhaupt, bei den betreffenden Stellen ein Wort für die Groß- und Kleinkitzighofer Realschüler einzulegen.
Das Original der Unterschriftenliste soll nun an das Busunternehmen Kirchweihtal weitergeleitet werden. Der Gemeinderat aus Großkitzighofen erklärt auf BZ-Nachfrage, dass es sich bei den Verschlechterungen nicht um fünf oder zehn Minuten handle, sondern um eine Verzögerung von etwa 20 Minuten.
Laut Tröbensberger haben die Initiatoren der Unterschriftenaktion auch mit den Busfahrern gesprochen. Diese meinten, es wäre zeitlich kein Problem, an die Stichfahrt um 12.40 Uhr, die in Lamerdingen endet, noch Groß- und Kleinkitzighofen dranzuhängen.
Dem widerspricht ein Mitarbeiter von Kirchweihtal gegenüber der Buchloer Zeitung: „Eine Erweiterung der Route ist laut Dienstplan ein Unding. Der Bus, der um 12.51 Uhr in Lamerdingen endet, muss bereits 14 Minuten später, um 13.05, an der Meinrad-Spieß-Grundschule im Buchloer Westen stehen, um von dort die nächste Tour zu starten.“ Es bestehe keinerlei Spielraum, um noch nach Groß- und Kleinkitzighofen zu fahren.
Christian Lenz, der am Landratsamt Ostallgäu für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zuständig ist, betont, dass bei der Fahrplanumstellung „das Maximum herausgeholt“ wurde. Man arbeite intensiv und konstruktiv mit den Busunternehmen zusammen.
Ende vergangenen Jahres sei das „ganze Geflecht rund um Buchloe aufwendig überarbeitet worden“ und unter anderem ein zusätzlicher Bus nach Lamerdingen eingesetzt worden. Laut Kirchweihtal sei dabei nur eine sogenannte Stichfahrt möglich gewesen.
Im sehr ländlich geprägten Ostallgäu ist es laut Lenz schwierig, alle Wünsche unter einen Hut zu bringen. Er habe noch einmal die Ankunftszeiten vor und nach der Umstellung verglichen: „Aus dieser Aufstellung ist ersichtlich, dass die Schüler aus Klein- und Großkitzighofen auch bei der Anbindung nach der sechsten Stunde nach dem Fahrplanwechsel eine Verbesserung erhalten haben.“
Er könne allerdings verstehen, dass objektiv betrachtet eine Benachteiligung gegenüber Lamerdingen entstanden ist, aber „der zusätzliche Kurs konnte leider nicht verlängert werden“. Trotzdem betrachte er die Gesamtlösung für die Linie 35 Buchloe-Großkitzighofen als wesentliche Verbesserung zum alten Fahrplan. „Die Fahr- und Abfahrtszeiten wurden optimiert, zusätzliche Kurse geschaffen und die Kapazitäten besser verteilt.“