Platz für 400 Besucher
Andy Füger, der Vorsitzende des Maibaumvereins, wies in seiner Präsentation darauf hin, dass es in Leeder aufgrund des schlechten Wetters seit 2008 kein richtiges Dorffest mehr gegeben habe. Zudem hätte sich wegen der Beendigung der gemeindlichen Trägerschaft für den Luitpoldsaal ein Engpass ergeben.
Durch die Erweiterung schaffe man in dem Stadel Sitzplätze für etwa 400 Besucher. Gleichzeitig werde der Festplatz nördlich des Gebäudes erweitert und durch Bepflanzungen in eine Art Biergarten verwandelt. Die angrenzende traditionsreiche Almhütte mit dem Grillplatz soll aber als eigenständige Einheit bestehen bleiben.
Der Verein möchte in dem erweiterten Saal neben den beiden Jugendfeten und dem Almhüttenfest eventuell auch ein „Törggelen“ und einen Weihnachtsmarkt abhalten, informierte Füger. Zudem werde er nach Absprache anderen Vereinen zur Verfügung gestellt, vornehmlich „für Veranstaltungen mit Blasmusik und die dem Dorfleben dienen“.
Deutliche Kritik an der Planung äußerte dann alleine Rat Heinz Nehrenheim. Er hält das Konzept für überzogen und er frage sich, ob dann jeder Ortsteil einen Saal für sein Dorffest benötige. Zudem warnte er vor der Lärmbelästigung. Andy Füger entgegnete, dadurch, dass die Feten nun in einem geschlossenen Raum stattfinden, sei sogar mit einer Verbesserung zu rechnen. Zudem wolle man bezüglich der Zahl der Veranstaltungen im Rahmen bleiben.
Bürgermeister Erwin Karg sprach sich für das Vorhaben aus. Man brauche schließlich einen Saal, in dem es „auch einmal Scherben geben“ dürfe. Zudem sei das Engagement des Vereins begrüßenswert und es gebe eben junge Leute, die dort oben arbeiten wollen.
Zufahrt wird neu gestaltet
Komplett neu gestaltet wird zudem die Zufahrt zum Gelände. Statt über die steile Strecke mit einer Kehre vom Bergcafé aus soll sie künftig ebenerdig erfolgen, die Abzweigung von der Weldener Straße ist am Ortsende geplant. Hierzu musste die für den etwa 200 Meter langen Zufahrtsweg benötigte Fläche in den Geltungsbereich des Bebauungsplans aufgenommen werden.
Zahlreiche Mitglieder des Maibaumvereins nahmen an der Gemeinderatssitzung teil und sorgten somit dafür, dass mit etwa 20 so viele Besucher wie schon lange nicht mehr im Rathauskeller saßen.