„Mir kommt es nur darauf an, dass der Kostenplan eingehalten wird und das Pfarrheim seinen angedachten Zweck erfüllt“, meinte Bürgermeister Erwin Karg, denn die Gestaltung sei schließlich „persönliche Geschmackssache“.
Das zeigte sich dann in den Beiträgen der Räte und der drei anwesenden Mitglieder der Kirchenverwaltung. So war es beispielsweise Rat Josef Weber, der sich an Elementen der Fassade aus Lärchenholz störte. Diese werden im Laufe der Jahre grau und unansehnlich, befürchtete er. Mehrheitlich entschied das Gremium jedoch, es statt der als Alternative eingebrachten Werkstoffplatten bei dem Lärchenholz zu belassen.
Deutlich gespalten war der Gemeinderat in der Frage, ob auf der Westseite im Bereich des Bürgersaals drei einzelne raumhohe Fensterelemente für Licht sorgen sollen.
Den sechs Befürwortern dieses Vorschlags standen sechs Räte gegenüber, die stattdessen eine große zusammenhängende Eckverglasung favorisieren. Da Letztere auch den Wünschen der Kirchenverwaltung und des Diözesanbauamtes entspricht, wird trotz Mehrkosten von 17 000 Euro diese Lösung gewählt.
Angesichts weiterer kleinerer Änderungswünsche merkte zweiter Bürgermeister Norbert Kees an, er könne sich nicht erinnern, dass man schon jemals so ausführlich über die Gestaltung eines gemeindlichen Bauvorhabens diskutiert habe.
Unstrittig war dann jedoch zumindest, die Mehrkosten in Höhe von 40 000 Euro für ein „Passivhaus“ zu sparen und es bei einem „Niedrigenergiehaus“ zu belassen, das mit Erdgas beheizt wird. Ob auf das Dach eine Fotovoltaikanlage gesetzt wird, blieb noch offen.
Nach Wunsch der Kirchenverwaltung soll das Gebäude bereits im September fertiggestellt sein, doch diese schnelle Verwirklichung bezeichnete Wolffhardt in der Sitzung als „Illusion“.