Grund für die Verschiebung der 750000 Euro teuren Maßnahme: «Noch liegt keine Genehmigung vonseiten der Diözese vor. Der nächste Diözesanausschuss tagt erst im Mai, danach dauert es eine Zeit lang, bis darüber entschieden wird», berichtet Walter. Sicher sei zwar, dass das Vorhaben St. Michael im Ausschuss behandelt und wahrscheinlich auch genehmigt werde, «aber vor nächstem Jahr beginnen die Bauarbeiten nicht». Denklingens Pfarrer Oliver Grimm und er seien darüber zwar «etwas überrascht», schließlich habe man bereits mit vielen Fachleuten gesprochen, Begehungen gemacht, Vorarbeiten geleistet.
Die Renovierung sei sehr wichtig, hauptsächlich wegen der Statik und des maroden Dachstuhls (wir berichteten). In zwei Bauabschnitten sollen die Arbeiten geschafft werden - nun also erst nächstes und übernächstes Jahr. Von insgesamt 750000 Euro Kosten könnten bis zu 50 Prozent von der Diözese kommen - allerdings zahlt diese nicht die geplanten Verschönerungsmaßnahmen in St. Michael (zum Beispiel neue Farbe), sondern nur das Wichtigste. 20 Prozent der Gesamtsumme kommen von der Gemeinde Denklingen. «Hier haben wir schon Gespräche geführt, aber noch keinen Antrag gestellt, weil sich ja jetzt alles verzögert», berichtet der Kirchenpfleger. Die restlichen 30 Prozent der Kosten müsste die Kirche selbst schultern. «Unsere Kirchenstiftung muss das tragen, wir stellen dazu auch verschiedene Zuschussanträge, schreiben Behörden und Ämter an, um das alles zu schaffen», erklärt Walter.
Außerdem ist eine große Spendenaktion angedacht: Die Denklinger Vereine beispielsweise könnten gegen eine Spende die Patenschaft für ein Deckenfresko oder eine Apostelfigur übernehmen.
Fleißig sind jetzt schon die Denklinger Frauen - der Erlös des anstehenden Palmbuschenbindens geht, wie viele der vieler Aktionen des Frauenbunds, wieder an die Kirche. (reh)