Es sei damit zu rechnen, dass Schadstoffe ausgestoßen werden, die in der engeren und weiteren Umgebung zu erheblichen Luft- und Bodenverunreinigungen führen werden. Damit würden auch im Gebiet der Gemeinde Lamerdingen für die Bevölkerung Gesundheitsgefahren von unabsehbarem Ausmaß geschaffen. Darüber hinaus würde die Bewirtschaftbarkeit landwirtschaftlicher Nutzflächen eingeschränkt.
«Durch die Errichtung und den Betrieb des geplanten Heizkraftwerkes ist die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Lamerdingen gefährdet beziehungsweise in Frage gestellt», lautet die zweite Einwendung.
Ein Verkauf von Baugrundstücken sei bereits seit Beginn der Diskussion um den Bau des Heizkraftwerkes so gut wie nicht mehr möglich. Aufgrund der zu erwartenden Einwirkungen auf den Gemeindebereich werde auch eine Veräußerung von bestehenden Objekten nur mit hohen Wertverlusten möglich sein.
Einer Entwicklung der Gemeinde Lamerdingen zu einem attraktiven Wohn-, Arbeits- und Erholungsraum werde mit dem Betrieb des Heizkraftwerkes jede Grundlage entzogen. «Damit besteht für Lamerdingen - entgegen dem für den Großraum München/Allgäu prognostizierten Bevölkerungszuwachs - die Gefahr eines überdurchschnittlichen Rückganges der Einwohnerzahl», kritisiert die Gemeinde. Die Bürger seien durch das bislang betriebene Schwerölkraftwerk sowie durch die Sendeanlage Wertachtal bereits erheblich vorbelastet.
«Es ist nicht einzusehen, dass sie durch den Betrieb des geplanten Heizkraftwerkes noch weiteren Risiken ausgesetzt werden sollen», heißt es.