Deshalb fährt er nicht nur gern mit dem Fahrrad, sondern liebt auch Skitouren, Wandern und Kajakfahren. Häufig geht er mit Freunden oder Freundin auch auf längere Auslandstouren per Fahrrad, zum Beispiel mal nach Holland oder von Mecklenburg nach Dänemark. „Das ist einfach die schönste Art, ein Land zu erleben mit all seinen Gerüchen, den Menschen und der Landschaft. Es ist jedes Mal ein Riesenerlebnis“, schwärmt der 62-Jährige.
55 Kilometer lang
Für unsere Leser hat er eine Tagestour herausgesucht, die nur eine einzige größere Steigung zwischen Gestratz und Isny hat. Ansonsten ist die Strecke über etwa 55 Kilometer ausgesprochen familienfreundlich, findet Rudolf. Die landschaftliche Schönheit der Route kommentiert er begeistert: „Noch mehr Allgäu geht nicht.“
Die Runde startet in Wengen. Von dort führt ein Radweg weiter nach Isny, anschließend nach Neutrauchburg. Auf wenig befahrener Straße geht es über Ried nach Eisenharz durch einen wunderschönen Wald. Als landschaftlich besonders reizvolle Alternative schlägt Rudolf vor: von Isny aus auf einem ausgeschilderten Wander- und Fahrradweg durchs Eisenharzer Moor radeln bis nach Eisenharz. „Das Moor ist so traumhaft schön, man könnte meinen, in Schweden zu sein“, findet der Wengener.
In Eisenharz links abbiegen und auf kleinem Sträßchen nach Eglofs. Der Dorfplatz des Orts wartet mit „zwei hervorragenden Gaststätten“ auf und bietet einen Blick in die Berge „wie auf einer Theaterbühne“. Von Eglofs aus geht es bergab zur B 12, auf der viel befahrenen Strecke müssen nur 300 Meter zurück gelegt werden, dann führt ein unbefestigter Weg nach links ab in Richtung Malleichen durch einen Wald. In Malleichen ist der Biergarten zum Einkehren laut Rudolf „ein Muss“. Auf einer kleinen Straße weiter bis Gestratz. Durch den Ort fahren und in Brugg rechts auf den Radweg nach Isny. Von dort geht es auf dem gleichen Weg wie bei der Hinfahrt zurück zum Ausgangspunkt nach Wengen.